So schützt man sich Internet

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Der Facebook-Skandal hält sich derzeit hartnäckig in den News. Es ist nicht das erste Mal, dass man hört wie wir im Internet verfolgt und beobachtet werden. Und wer kennt das nicht? Nachdem ich mit einmal Turnschuhe im Netz angeschaut habe, bekomme ich permanent Turnschuh-Werbung serviert, auch wenn ich mir schon lange ein neues Paar gekauft habe. Hier ein paar Tipps, wie man sich und seine Daten im Internet schützen kann.

Someone is always watching you

Zahlreiche Firmen möchten unser Verhalten im Internet beobachten und auswerten. Das schaffen sie, indem sie sichtbare oder unsichtbare Bilder auf verschiedensten Websites einblenden (Web-Tracker). Facebooks „Like“-Button ist fast auf jeder Seite präsent. Wird er eingeblendet, weiss Facebook über unseren Besuch bescheid.

Der Tagesanzeiger gehört derzeit auch zu den Medien, welche kritisch über die Facebook-Verfehlungen berichten. Dennoch trägt auch er dazu bei, die Datenbasis von Facebook über uns noch zu vergrössern. Durch die Anzeige der Facebook-Fanseite weiss Facebook genau, wer wann die Tagi-Seite besucht.tagi-faceboo-mit.png

Schätzungen gehen davon aus, dass auf nahezu 80% aller Seiten solche Tracker eingebaut sind. Hier eine Übersicht über die grössten Datensammler:

chartoftheday_12236_reach_of_companies_tracking_online_behavior_n.jpgQuelle: statista.com

Was kann man dagegen tun?

Hier ein paar einfache Tricks, mit denen man seine Spuren im Netz ein wenig verwischen kann:

  • Bei Facebook und Google nach Gebrauch abmelden
  • In inkognito bzw. privaten Fenstern surfen
  • Verschiedene Browser auf verschiedenen Geräten verwenden
  • Mit Duck Duck Go suchen (kann als Standardsuche im Browser festgelegt werden)
  • Eine AdBlocker-Software (Ghostery, AdGuard,  Duck Duck Go) verwenden

AdBlocker Software

Ein AdBlocker ist eine Software, welche sich meistens als Erweiterung des Browers (Internet Explorer, Safari, Chrome, Firefox) installieren lässt. Tracker und Werbebanner werden beim Surfen life aus der Seite ausgeschnitten. Ich mache seit Jahren mit Ghostery gute Erfahrungen. So sieht die beispielsweise die Tagi-Seite mit eingeschaltetem Blocker aus:

tagi-facebook-ohne.png

Ghostery schneidet die Facebook-Grafiken aus und macht uns damit unsichtbar. Zudem schaltet Ghostery auch die Werbung aus, dies macht das Surfen im Internet viel angenehmer:

Der direkte Vergleicht zeigt eindrücklich, welche Webseiten uns beobachten lassen und wer uns in Ruhe lässt. Ein paar Webseiten erkennen diese AdBlocker und lassen den Zugriff damit gar nicht erst zu.

Und die Moral von der Geschicht

Wie immer gibt es verschiedene Sichtweisen. Durch AdBlocker ist es für Anbieter schwieriger, kostenlose Angebot aufrecht zu erhalten. Zudem werden auch Statistik-Tools geblockt, die keinen Schaden anrichten und den Seitenbetreibern helfen, ihr Angebot zu verbessern. Auch weiss nun der AdBlocker-Anbieter darüber Bescheid, welche Seiten wir besuchen. Kürzlich ist in der NZZ online ein interessanter Artikel zum Thema erschienen: Web-Anwender in der Tracker-Falle.

Ich persönlich nehme dies in Kauf und zeige auch den Schülern, wie man einen AdBlocker installiert. Mit Ghostery und AdGuard habe ich gute Erfahrungen gemacht. Kürzlich habe ich die Browser-Erweiterung von Duck Duck Go entdeckt. Leider scheint sie etwas weniger zu blocken, ich lasse einfach alle drei installiert;-)

In der Schule

Leider liefert der Suchbegriff „Datenschutz“ im Lehrplan 21 keine Treffer. Trotzdem finde ich persönlich, dass die Schüler durchaus Bescheid wissen dürfen, welche Spuren sie im Netz hinterlassen und wie man diese verwischen kann. Eine sehr schöne Übung besteht darin, die Seite mit den meisten Trackern zu suchen. Staunen garantiert, nicht nur für Schüler.

4 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Infos und die hilfreichen Tipps.
    Kann ich nach Einrichten von genannter AdBlocker Software deinen Newsletter (und entsprechend andere) trotzdem noch empfangen, da diese Seite entsprechende Symbole ja auch aufweist?

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    1. Danke für dein Feedback. Auf E-Mails hat der Blocker keinen Einfluss. Es werden auch keine ganzen Seiten geblockt, sondern nur die störenden Teile entfernt. Notfalls kannst du die Erweiterung auch mit rechtem Mausklick einfach wieder entfernen.

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