Digitale Mindmaps – eine Übersicht

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Mindmaps sind in der Schule weit verbreitet. Jede Mindmap auf Papier kann auch digital erstellt werden. Dies bietet einige Vorteile. Digitale Mindmaps lassen sich teilen und gemeinsam (sogar gleichzeitig) bearbeiten, es lassen sich Links einfügen und – für mich ein sehr wichtiges Argument – die Mindmap kann jederzeit strukturell verändert und umgruppiert werden. Ein kürzlich gelesener Tweet hat mich auf die Idee gebracht, eine kleine Übersicht der nützlichsten Mindmap-Tools zu erstellen.

mindmap tweet.png
Der Stein des Anstosses auf Twitter.

Wozu nun auch noch das digital?

Selbstverständlich dürfen Schüler noch lernen, von Hand auf Papier eine Mindmap zu erstellen. Diese Fähigkeit soll nicht verdigitalisiert werden. Wir können als Lehrpersonen auch gut als Beispiel vorangehen, indem wir solche visuellen Strukturierungshilfen bei Erklärungen und der Ideensuche mit den Lernenden einsetzen.

Digitale Mindmaps können dann eingesetzt werden, wenn die zusätzliche Funktionalität einen echten Mehrwert bietet. Digitale Mindmaps…

  • sind langlebig und darum als Begleitmethode in einem Thema besonders geeignet
  • sind flexibel und dynamisch und können jederzeit umstrukturiert und beliebig erweitert werden
  • können geteilt werden und eignen sich dabei auch als gemeinsame Wissensspeicher
  • können gemeinsam bearbeitet werden und ermöglichen so die Zusammenarbeit von zu Hause aus oder in grösseren Gruppen (die ganze Klasse in einer Mindmap muss man einfach mal erlebt haben;-)

Nicht ganz vernachlässigbar ist noch der Faktor „Motivation“. Eine digitale Mindmap ist für einige Lernende oft einfach ein bisschen spannender.

Mindmup

mindmup.png

Im Unterricht habe ich bisher vor allem Mindmup eingesetzt. Die kostenlose Version bietet viel Funktionalität und ist direkt mit Google Drive verbunden (es geht auch ohne). Mindmup ist schlicht und einfach zu bedienen. Ich mag das Tool wegen seiner Einfachheit in allen Belangen.

Auch verschiedene Designs werden angeboten:

Mindmeister

Optisch anspruchsvoller und kreativer wird es mit Mindmeister. In der kostenlosen Version lassen sich 3 Maps erstellen. Das Tool sieht nett aus und bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Mindmeister.png

Spannend ist die Möglichkeit, eine Mindmap zu präsentieren. Man kann die einzelnen Ausschnitte selbst wählen oder automatisch durch einen Assistenten erstellen lassen. Mit einem Screencast Tool, welches aus Bildschirminhalt und Mikrofon ein Video erstellt, lassen sich tolle Lernprodukte realisieren.Mindmeister präsi.gif

Sketchboard.me

Optisch unglaublich toll ist sketchboard.me. Das Tool ist nicht auf Mindmaps beschränkt, sondern eignet sich für tolle Visualisierungen aller Art (digitale Sketchnotes). Sketchboard screen.png

Und auch hier sind tolle Präsentationen möglich:

Sketchboard präsentation.gif

Sketchboard ist relativ teuer und kostenlos nur mit Einschränkungen nutzbar. Mit dem Export als Grafik und der Möglichkeit, Präsentationen als Screencast aufzunehmen, kann man Sketchboard aber durchaus auch kostenlos sinnvoll einsetzen.

Fazit

Es gibt unzählige Tools und sicher noch ganz viele gute, welche hier nicht erwähnt werden. Die im Tweet-Verlauf erwähnte Coggle und Simplemind konnten mich nicht überzeugen. Wer nicht viel Schnickschnack braucht und auf den Inhalt der Mindmaps wert legt, ist mit Mindmup gut bedient. Ich würde mich freuen, über gute Erfahrungen mit anderen Tools in den Kommentaren zu lesen.

Präsentationsvideos von Mindmaps als Leistungsnachweis sind eine tolle Ergänzung zu den herkömmlichen Prüfungen. Dies geht auch gut mit der guten alten Papier-Mindmap. Einfach das Handy drüber halten und als Video aufnehmen.

2 Kommentare

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